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Unsere Technik

Wir spielen mit einer akustischen, bzw. elektrischen Gitarre (Achim) und zwei Keyboards (Armin). Die Gitarren sind von der Firma Ovation, bzw. Fender. Als Keyboards verwenden wir z.Zt. ein Korg PA1Xpro und ein Alesis QS6. Dies sind moderne Geräte, die optimalen, professionellen Klang garantieren.

Das PA80 besitzt die Triton Soundengine, welche auch in aktuellen Charts Produktionen zur Klangerzeugung verwendet wird.

Gitarre: Nun, da gibt es nicht viel zu sagen, da muß man halt in die Saiten greifen - so, wie man es gelernt hat.

Keyboard: Hier wittern manche Verfechter der handgemachten Musik sofort Verrat und sagen: "Alles programmiert, alles automatisch". Nun, zu sagen, es sei nichts programmiert, wäre gelogen.

Mit zwei Personen ist es heutzutage kaum möglich, akzeptable Tanzmusik "von Hand" zu machen. Wer das erwartet, muß sich eine 5-Mann-Band mieten, und selbst die spielen häufig Sequenzen (d.h. automatisch aus einem Computer ablaufende komplette Lieder). Wir mußten uns entscheiden, ob wir in die Abhängigkeit einer großen Band gehen, um die Möglichkeit zu haben alles von Hand machen zu können, oder zu zweit den besten Kompromiß zu finden. Da uns eine große Band terminlich zu sehr einengt, was wir beruflich und privat weder vereinbaren können noch wollen, spielen wir ausschließlich zu Zweit.

 
Sequenzerfreie Zone!

Bei diesem Kompromiss arbeiten wir beim Keyboard ausschließlich mit der sogenannten Begleitautomatik, die ja in jedes Keyboard eingebaut ist.Die linke Hand steuert dabei die Begleitband (über Akkorde), deren Musikstil (z.B. Walzer,Foxtrott ...) vorprogrammiert ist.

Die rechte Hand spielt die Soli und Einlagen live dazu. Also: Programmiert ist, was das Schlagzeug zu tun hat, und wie eine kleine Begleitsektion (Bass, ev. Klavier oder Orgel, z.B.) im Prinzip zu spielen hat. Das heißt, wie eine Folge von 2-4 Takten in C-Dur klingt. Die linke Hand greift nun Akkorde auf dem Keyboard und „sagt“ damit dieser Begleitsektion welche Akkorde sie spielen soll. Dabei rechnet das Keyboard von der C-Dur Programmierung auf die gegriffenen Akkorde um.

Dies alles ist nichts außergewöhnliches. So funktioniert die Begleitautomatik heutzutage an Keyboards. Das ist zwar nicht ganz von Hand, aber dennoch live, denn auf diese Weise sind dieLieder in ihrem Ablauf nicht fest vorgegeben.

Es ist sogar möglich, das Lied spontan zuwechseln, sofern es beim gleichen Stil bleibt, oder z.B. eine laufende Polonaise zu verlängern. Man kann Refrains nach Laune wiederholen oder einen Einmarsch dann beenden wenn es nötig ist.

Neben einer auch für kleine und mittlere Festzelte ausreichenden Verstärkeranlage gehört zu unserer Ausrüstung noch eine Lichtanlage, die uns hilftetwas Atmosphäre auf die Tanzfläche und auf die Bühne zu bringen.

 
Weitere technische Details für Interessierte

Alle Einstellungen sind im Keyboard gespeichert. Außerdem sendet es noch einen „Program- Change“ Befehl an eine MP88-Matrix, welche weitere externe Geräte einstellt.

Auf Knopfdruck wird der gewünschte, zu dem gerade gewollten Lied, passende Style (also die Programmierung der Begleitautomatik) geladen.

Auch die richtige Geschwindigkeit des Liedes, alle Klangeinstellungen, sowie die Lautstärkeverhältnisse werden dabei in einer knappen Sekunde geladen. Aber es hängt noch mehr an diesem Knopfdruck: Die Sound-Programme für das Spiel mit der rechen Hand werden eingestellt. Unsere Lichtanlage bekommt das passende Programm genannt, außerdem werden die Echoeinstellungen für den Gesang getätigt. Dann werden für das Spiel mit zwei Keyboards (Die von der rechten Hand life gespielte Solostimmen müssen manchmal sehr schnell wechseln, das geht nur mit einem zweiten Keyboard) die Splitpoints gesetzt, die Sounds überlagert, geroutet etc. Es ist möglich mit dem einen Keyboard die Sounds des anderen zu spielen und umgekehrt oder gleichzeitig die Sounds aus zwei Keyboards.

Dies hat den Vorteil, dass in Sekundenschnelle gleich alles richtig ist. So brauchen wir uns nur noch auf das Spiel des Liedes konzentrieren und müssen nicht lange an irgendwelchen Einstellungen herumbasteln. Die Pausen zwischen den Liedern lassen sich damit auf ca. 1-2 sec. Länge reduzieren. Auch können wir dadurch schnell zu ganz anderen, als den geplanten Liedern springen, wobei das größere Problem normalerweise ist, die dazugehörigen Noten und Texte schnell zu finden. Der Nachteil ist, dass all diese Einstellungen auch mal getätigt und optimiert werden mussten, was viel Arbeit ist, die leider nichts mit Musikmachen zu tun hat.

 
Begleitautomatiken statt Sequenzen - ein gewolltes Handycap

Das Spielen mit Begleitautomatik (statt Sequenzen) ist ein gewolltes Handicap.

Verspielt sich die linke Hand, so verspielt sich die ganze Begleitband geschlossen -das klingt dann ziemlich daneben. Beim Verspielen der rechten Hand klingt es einfach nur falsch. Also bleibt der gewünschte Nervenkitzel des Live-Spielens voll erhalten! Viele Bands spielen heutzutage Sequenzen. Damit kann man auf einfache Weise genial gute, originalgetreue Musik machen. Auch spielt man mit Sicherheit immer richtig! Was Sie als Zuschauer dann als Show vorgespielt sehen, ist oft nicht das, was Sie auch hören.

Nicht so bei uns!

Hört man was und sieht nichts, war's die Begleitautomatik. Hört man was und sieht auch was (insbesondere alle Soli), kann man sicher sein, dass das auch live ist. Was wir in die Tasten hauen, kommt auch aus den Boxen!

Weitere Vorteile der Begleitautomatik sind, dass Einleitungen von Liedern voll live gespieltwerden können und mit Synchro-Start dann im richtigen Moment die Begleitautomatik starten kann. Auch kann der Gitarrist eine ganze Gesangsstrophe alleine spielen - mit "Tap-Tempo" wird dabei das genaue Tempo ermittelt - und der Keyboarder steigt später synchron und im richtigen Tempo ein.

Das hat echten Live-Band Charakter!

Die Nachteile sind: Passende Styles gibt es kaum zu kaufen, sie müssen also größtenteils selbst programmiert werden (für fertige Sequenzen gibt es dagegen einen riesigen Markt). Und man muss tatsächlich die Lieder spielen lernen! Man muss sich also entscheiden, ob man mit möglichst geringem Aufwand gute Musik "abgeben" und Geld verdienen will, oder ob man tatsächlich selbst spielen will, weil das "Musik-Machen" im Vordergrund steht.

Wir haben uns für Letzteres entschieden.Deshalb kann man ab und an auch schon mal hören, wie wir uns verspielen. Und wir schauen beizeiten etwas genauer in unsere Noten als die „Show-Sequenzen-Abspieler“.